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"Wir haben uns immer zu entscheiden. Immer auf's Neue, in jedem Augenblick."  (Victor Frankl)


Yoga mehr als Fitness: Heiltherapeutischer Wert von Yoga.  Aktivität und innere Ruhe.

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Therapeutisch angewendet kann Yoga körperliche sowie psychische Symptome reduzieren. Yoga kann sogar als "komplementärer Interventionsansatz bei der Behandlung psychischer Störungen" in Betracht gezogen werden. Zu diesem Ergebnis kommen Psychologen um R. Klatte (vgl. Deutsches Deutsches Ärzteblatt12/2016) aufgrund einer Metaanalyse, in die 25 hochwertige Yoga-Studien mit 1339 Patienten einbezogen wurden. Ein „großer, signifikanter Effekt von Yoga" zeigte sich hinsichtlich der Reduzierung von störungsspezifischen Symptome, kleinere aber ebenfalls wissenschaftlich nachweisbare Effekte von Yoga wurden im Vergleich zu anderen Verfahren wie Aufmerksamkeitskontrolle und Sport festgestellt und sogar eine ähnliche Wirksamkeit von Yoga "wie bei einer psychotherapeutischen Standardbehandlung". Eine Psychotherapie mit Yoga zu begleiten könnte demnach besondere Chancen bieten.

Obwohl es bei bestimmten körperlichen und psychischen Erkrankungen mit Yoga ähnlich positive Effekte geben kann wie mit Psychotherapie (vgl. Deutsches Ärzteblatt 12/2016), können Yogamaßnahmen medizinische oder psychotherapeutische Behandlungen aber nicht ersetzen.

In den letzten fünf Jahren werden weltweit jedes Jahr 50 wissenschaftlich hochwertige, sog. randomisierte Studien im Bereich von Yoga in Prävention und Therapie veröffentlicht. Der Bundesverband der Verbraucherinitiative fasste in einem Themenheft die wissenschaftlich nachgewiesenen körperlichen und psychischen Wirkungen von Yoga zusammen: Verlangsamung der Herzfrequenz im Ruhezustand, Normalisierung des Blutdrucks, Abbau von Stresshormonen, gezielterer und effizienterer Einsatz der Muskulatur bei Rückenschmerzen. Als therapiebegleitende Maßnahme kann Yoga auf ärztliche Anweisung demnach bei folgenden Krankheiten eingesetzt werden: Koronarer Herzkrankheit, Diabetes mellitus, Asthma bronchiale, chronisch-degenerative Rückenschmerzen, Schmerzsyndromen, leichten und mittelschweren psychischen Erkrankungen, v.a. bei Depressionen, Angst und Panik, Sucht und bei onkologischen Erkrankungen (Verbraucher konkret Gesundheit, 2015). Auch Dr. H. Cramer hat in einer wissenschaftlichen Auswertung internationaler Forschungen zu "Yoga in Prävention und Therapie", die vom BDY herausgegeben wurde, die positiven Effekte von Körperhaltungen, Atemtechniken, Meditation und Philosophie bei den wichtigsten Volkskrankheiten dokumentiert.

Jede einzelne Übung besitzt bestimmte körperliche und seelische Wirkungen und bedarf auch geistiger Aktivierung. Dann wird sowohl tiefe Entspannung als auch Aktivierung der Organe, der Wirbelsäule, der Muskeln, Gefäße, Drüsen, Nerven und der Atmung erreicht. Der Körper gewinnt an Stabilität und Flexibilität, die inneren Organe geraten in ein harmonischeres Zusammenwirken, die Atmung wird verbessert. Das Erlernen von Spannungsdifferenzierung ermöglicht einen besseren Umgang mit dem Körper. Auf der Ebene der feinstofflichen Kräfte tritt ein spezifischer Fluss und eine Energetisierung des Körpers - je nach eingenommener Körperhaltung - ein. Ziel der Übungen ist nicht ein reiner energetischer Profit, vielmehr kann eine Führungskraft über den Körper und seine Energien entwickelt werden.

Besonders interessant sind die seelischen Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Körperstellungen und Seelenübungen. Yoga kann der Seele auch im Alltag, im Eingebunden-Sein und der Erledigung von üblichen Aufgaben zu Gute kommen und kann uns darüber hinaus zu einem größeren Erlebnis- und Ausdrucks-Potential verhelfen. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn eine Denkweise geübt wird, die sich von körperlichen und emotionalen sowie intellektuellen Bindungen unabhängig macht und sich immer freier, konkreter und bezogener entfaltet. Die Vorgehensweise von mir als Yogatherapeutin erfolgt sowohl vom Körper ausgehend  zur Seele ("bottom up") als auch von der seelisch-geistigen Ebene ausgehend hin zum Körper, also vom Feineren zum Gröberen ("top down"). Beim Ausüben der Asanas kann der Körper durch Schulung und die Belebung der Bewusstseinskräfte neu eingestimmt werden. Denken, Fühlen und Wollen werden geordnet und einzeln sowie aufeinander abgestimmt erfahrbar. Unser Denken und Fühlen kann sich entweder mehr dem Körper oder seelischen  oder geistigen Inhalten (z.B. zu den Übungen passenden Fragen oder Imaginationen, Inspirationen und Intuitionen) zuwenden. Diese Aktivität zeigt sich im Anschluss als kräftigende, anhaltende Nachwirkung auf mehreren Ebenen. So trägt die Übungsweise idealerweise zur Förderung von Selbsterkenntnis und Aktivierung von heilsamen Kräften bei. Je nach Anliegen werden verschiedene Schwerpunkte beim Üben empfohlen (siehe auch Behandlung bei verschiedenen Erkrankungen). Hier im Internet erfolgen keine vollständigen Darstellungen sondern lediglich Andeutungen der spezifischen therapeutischen Möglichkeiten mit Yoga. Da eine Therapie auch immer eine Diagnose des Behandlers und eine Beziehungsaufnahme voraussetzen, schlage ich stattdessen persönlichen Kontakt zur weiteren Klärung vor. Ein therapeutischer Übungsansatz sollte zunächst unter Begleitung eines/r erfahrenen Therapeute/-in begonnen werden.

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Innere Ruhe - Entspannung - Stressabbau

Entspannung kann beim Yoga eine Begleit- oder Folgeerscheinung verschiedener Körperübungen oder ganzheitlicher Entwicklungsschritte sein.

Es gibt allerdings auch eine klassische Entspannungslage, die sich klassischer Weise von anderen Entspannungstechniken durch eine Freiheit von Affirmation, Suggestion bzw. Phantaise unterscheidet. Während die Entspannungsverfahren des Autogenen Trainings und der Progressiven Muskelrelaxation am Körper ansetzen, setzt Yoga am Bewusstsein an, das sich den Körper zu Hilfe nimmt.

MeditationDie Yoga-Entspannungslage, die eine Tiefenentspannung bewirken kann, ist nicht das einfache Anwenden einer Methode. Es geht auch nicht um ein sogenanntes inneres Abschalten, sondern vielmehr um ein inneres "Anschalten", und zwar um ein Aktivieren des Bewusstseins, während der Körper am Boden ruht.

Entspannung geschieht durch Wachheit, Übersicht und bewusste Wahrnehmung bei entsprechender Gedankenführung. Das Ich wird  gestärkt und zwar zunächst dadurch, dass es die Funktion des wahrnehmenden und beobachtenden Zeugen erlernt, es kann nämlich den Körper und die Bewegungen im Willens-, Gedanken- und Gefühlsbereich wie etwas Äußeres, wie äußere Objekte betrachten lernen. Entspannung bedeutet aktive innere Ruhe. Alltägliches Denken und Fühlen wird bewusst wahrgenommen und nicht abgewiesen, es wird aber als unwesentlich eingeordnet. Man setzt seine Kraft nicht dafür ein, um um innere Stille oder um das Schweigen aller inneren Regungen zu kämpfen, stattdessen wird das Bewusstsein auf wesentliche Wahrnehmungen und weisheitsvolle Inhalte gelenkt, welche bildlich gesprochen das Licht des Bewusstseinsentfachen können. Die geistige Dimension im Menschen, das Ich, wird sich dabei zunehmend seiner Führungsrolle bewusst. Yoga schließt die Beschäftigung mit den Gesetzen des Körpers und der Seele und des Geistes ein, d.h. also auch ein eigenständiges Verstehen der allgemeinen Grundsätze der Entspannung.

Überspannungen im Willen, die u.a. durch Ehrgeiz, Begehren und körperliche Überbeanspruchung, ausgelöst werden sowie Spannungen im Fühlen (durch Angst, Erwartung, Ungeduld etc. bedingt) sowie Überspannungen im Denken wie sie sich z.B. durch einseitige intellektuelle Tätigkeiten oder Unbezogenheit aufbauen, werden beim Ruhen des Körpers bewusster und damit veränderbar, so dass auch innere Ruhe möglich wird. Entspannung im Inneren, also innere Ruhe, setzt voraus, dass Körper, Seele und das Ichgenauso wie die einzelnen Kräfte der Seele (das Denken, Fühlen und Wollen gegliedert, geordnet und harmonisch aufeinander abgestimmt werden können.

Für weiter gehendene Konzentrations- und Meditationsprozesse, die wieder in das menschliche Miteinander zurückwirken können, ist innere Ruhe eine guter und notwendiger Begleiter.

Innere Ruhe ist ein permanenter Ordnungsprozess, der auch eine klare seelisch-geistige und soziale Prozesse umfassende Lebenszielsetzung erfordert.

 

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