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Lebenskräfte dienen dem Wachsen.
Sie wandeln sich beim Menschen im Laufe der Entwicklung zum Teil in Denkkräfte um. (nach Dr. Rudolf Steiner)


Die Lebenskräfte

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Waage gedreht Ruhen in der AktivitaetIn der Beschreibung der Lebensprozesse kommen sich naturwissenschaftliche und die geisteswissenschaftlichen Forschungsergebnisse bei genauerer Betrachtung relativ nah. Allerdings sind der Naturwissenschaft die eigentlichen Verursacher der Lebensvorgänge in Pflanze, Tier und Mensch immer noch so gut wie unbekannt. Auch steht hinter der Naturwissenschaft ein materialistisches Weltbild, das nur mess, zähl- und wägbare Forschungsergebnisse akzeptiert. Nach dieser Vorstellung entsteht das Leben sogar aus der Materie heraus. Nach spiritueller Anschauung beginnen die Lebensvorgänge mit  sinnlich nicht wahrnehmbaren geistigen Prozessen. Sie äußern sich in verschiedenen Lebenskräften, die die ausstrahlenden Wirkungen der Materie eingrenezen und ordnen. Zur Zeit wird in unserer westlichen Kultur mit den Begriffen der Lebenskraft oder Lebensenergie eher unpräzise und unspezifisch umgegangen. Die Worte der Lebenskraft oder Ätherkraft entstammen ursprunglich der esoterischen Fachsprache und wollen eine feinstoffliche, nicht materiell gebundene Energie bezeichnen. Die Lebenskraft  lässt sich in vier verschiedenen Anteilen beschreiben:

Lebensäther, chemischer oder Klang-Äther, Lichtäther, Wärme-/Feueräther.

Diese sind unter anderem als eine Art Anti-Schwerkraft erfahrbar, die beim Menschen die Gedankenbildung und eine leichte, zwanglose Form der Aufrichtung unterstützt. Sie bilden die Grundlage der Gestalt, des Wachstums, der Bewegung und werden  vom Denken aus neu aufgebaut. Die Ätherkräfte sind beim Menschen im Gegensatz zu den Pflanzen in inidividualisierter und willentlich beeinflussbarer Art tätig.

Aus naturwissenschaftlicher Sicht lässt sich das Leben durch folgende sieben Kriterien kennzeichnen:

  1. Vermehrung (Autoreduplikation)
  2. Stoffwechsel (Auf- und Abbau)
  3. Wachstum, Differenzierung (Tod)
  4. Information und Gesamtfunktion (Gene, DNA, RNA)
  5. Energiereiche Makromoleküle (z.B. Proteine)
  6. Anpassung (Modifikation, Evolution)
  7. Individualisierung (Lebewesen sind abgegrenzte Gebilde)

Auch nach spirituellen Erkenntnissen wird das Lebendige mit sieben Merkmalen und die Prozesse des Aufbaus (1-3), Ausgleichs und Abbaus (4-7)beschrieben:

  1. Erneuern - regenerierendes Leben - Mondenkräfte
  2. Bewegen - kräftendes Leben - Merkurkräfte
  3. Umbauen - ernährendes Leben -Venuskräfte
  4. Ausgleichen-  zirkulierendes Leben - Sonnenkräfte
  5. Atmen - bildendes Leben - Marskräfte
  6. Bewahren - formendes Leben - Jupiterkräfte
  7. Begrenzen - ersterbendes Leben -Saturnkräfte

Rudolf Steiner, der Anfang des letzen Jahrhunderts die Anthroposophie begründete, brachte das Thema der Lebenskraft in die allgemeine Öffentlichkeit. Einem seiner spirituellen Schüler, Prof. Ehrenfried Pfeiffer gelang es, die Ätherkräfte an pflanzlichem Material und menschlichem Blut im Labor mit Hilfe von Kupferchlorid sichtbar zu machen. Rudolf Steiner ging es nicht nur um ein Behaupten einer Lebenskraft, vielmehr regte er das wirkliche Anschauen, das geistige Wahrnehmen eines Wesenhaften an. Ein solches Vorgehen wird auch im Neuen Yogawillen empfohlen. DennLebenskräfte gelten als heilsam, nachhaltig gesundheitsfördernd und verbindend.

Der Begriff Lebenskraft hängt mit dem des Äthers zusammen, der in verschiedenen Zeitepochen, Kulturen, in Kunst und Religion immer wieder auftaucht. Gemeint ist ursprünglich nicht die als Narkose- und Lösungsmittel verwendete Flüssigkeit, sondern ein unstofflich-flüchtiges, bläulich gefärbtes, lichthaft-strahlendes, feurig-glühendes, die Welt ausfüllendes Medium. Poetisch wurde dieses Wort oft als Synonym für Sternenhimmel oder den strahlenden blauen Himmel verwendet. Nach altgriechischer Vorstellung bestand der Luftraum über der Erde aus zwei verschiedenen Luftzonen, aus einer unteren, niederen Schicht, die durch neblig-wolkige und dicke Luft gekennzeichnet ist und aus einer himmelsfernen, äußerst feinen und klaren Luftzone, die zugleich als Wohnsitz der unsterblichen Götter galt. Diese "Himmelsluft" hieß nach dem in südlichen Gegenden besonders hell und strahlenden Firmament, mit dem sie gleichgesetzt wurde, griechisch aithér: das Brennende, Glühende, Leuchtende (vgl. Indogermanische Sprachwurzel aidh: brennen, glühen).

In Indien gilt der Äther (akasha) als das erste Element, aus dem die anderen vier Elemente - Feuer, Luft, Wasser und Erde - hervorgegangen sind: "Äther ist die erstanfängliche und auf die zarteste Weise durchdringende Manifestation der göttlichen Substanz. Aus ihm entfalten sich in der Entwicklung des Alls alle anderen Elemente" (Zimmer: Indische Mythen).

 

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